Steuerverschwendung im Münsterland gesucht

6 Jahre alt von in angeprangert Tags: , , , , , , , , , ,

Um das Thema Steuerverschwendung habe ich mich bis jetzt nur am Rande gekümmert, das hole ich jetzt nach. Man hört so oft, dass Städte gerne mit Landes-, und Bundesmitteln geförderte Prestigeprojekte finanzieren, die aber eigentlich keiner braucht, keinen Sinn machen und oft sehr unnötig sind. Auf der anderen Seite hört man in den letzten Wochen auch verstärkt, dass wirklich sinnvolle Einrichtungen, wie Jugendzentren, städtische Bäder, Pflege von Grünflächen gekürzt oder ganz gestrichen werden. Wenn man sich die Gesamtverschuldung aller Gebietskörperschaften in Deutschland von ca. 1.716.454.236.754 Euro (Stand 6. Januar) auf der Zunge zergehen lässt könnte einem schon schlecht werden. Des weiteren steigt unsere Verschuldung sekündlich um 2.589 Euro. Um ein Gefühl für diese Zahl zu bekommen, könnte man sagen, dass ganz Deutschland mehr als ein halbes Jahr braucht, um diese Summe zu verdienen (aktuelles BIP ca. 3.3 Billionen Dollar). Nur leider wollen unsere Politiker diese Tatsachen oftmals nicht sehen, denn Prestige, prunkvolle Partys und eine gute Außendarstellung ist unseren Vetretern wichtiger. Oftmals werden Fördergelder nur in Anspruch genommen, weil sie vom Land oder Bund angeboten werden, obwohl die Sinnhaftigkeit fehlt. Außerdem müssen manche dieser „tollen Objekte“ im Nachhinein sogar wieder abgerissen werden, da Auflagen missachtet wurden, Lärmbelästigung entstand oder schlecht geplant wurde, so dass schlussendlich doppelte Kosten entstehen. Auch Münster leistet sich so einiges bei einem Schuldenstand 2010 von über 700 Millionen Euro (bei jährlichen Einnahmen von ebenfalls knapp über 700 Millionen Euro) und einem Defizit 2010 (Einnahmen minus Ausgaben) von über 70 Millionen Euro (Quelle). Im Endeffekt dürfte Münster somit ein Jahr lang keine Ausgaben tätigen, um alle Schulden zu tilgen. Wegen dieser fast ausweglosen Situation hat die Stadt die Bewohner erst im letzten Jahr aufgerufen, Sparvorschläge einzureichen (gute Idee oder Ratlosigkeit?). Aber müsste Münster ohne Steuerverschwendung überhaupt so radikal sparen? Ich denke viele von euch kennen solche „Geldschleuderprojekte“. Und wir wollen sie lesen und hören!

Gestern habe ich nämlich passend zu meinen Überlegungen einen netten Anruf einer Produktionsfirma aus dem Münsterland erhalten, die Steuerverschwendungen aus Münster und Umgebung sucht. Somit habt ihr hier die einmalige Chance, dass eure Geschichte nicht nur hier im Netz bleibt, sondern aktiv recherchiert wird und im Fernsehen zu sehen ist. Gesucht werden Steuerverschwendungen aller Art (Stadt-, Landes-, oder Bundesmittel) aus dem Münsterland aus den letzten Jahren, die medial noch wenig Anklang gefunden haben. Ein Beispiel: Die Picasso-Pflastersteine in der Innenstadt wurden schon häufiger thematisiert und sind daher nicht Ziel der Umfrage. Wir suchen Geschichten aus deiner Nachbarschaft, dabei muss es nicht immer um Millionen gehen. Kennt ihr solche steuerfinanzierten Projekte, die keiner wirklich braucht, die eigentlich keiner haben will, wo der Zweck angezweifelt werden kann? Dann schreibt hier einen Kommentar, postet auf unsere Facebookseite, postet Fotos, ladet Videos hoch oder sendet uns eine email! Jede Steuerverschwendung ist eine zu viel. Also ran an die Tastatur und schreibt euch den Frust von der Seele und macht diese Missstände öffentlich! Selbstverständlich könnt ihr hier auch bundesweite Verschwendungen posten, diese können nur leider für die Reportage nicht genutzt werden.

CEO & Founder (elschundfink), Blogger, Beobachter der digitalen Medienszene, Apfelfreund & Androidnutzer. Du findest mich auch auf Google+