Apple sammelt Bewegungsprofile

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Schon seit 2008 spioniert Apple die Aufen­thalts­daten von iPhones und Macs sowie den Stan­dort von WLAN-Netzwerken und Mobil­funkmasten aus, ohne seine Kunden darüber zu informieren.

Die Geräte messen unter anderem die Empfangsstärken der Sende­masten. Durch die große Menge an Apple-Geräten erhält man so eine ziem­lich genaue und umfan­gre­iche Kartierung. Apple nutzt diese Infor­ma­tionen unter anderem dafür, eine genauere Posi­tions­bes­tim­mung von iPhones und iPads auch ohne GPS-Signal zu ermöglichen. Und genau dies ist atem­ber­aubend, ich habe mit dem iPad (nur WIFI, kein GPS) und dem GoogleMap App meinen Stan­dort bestimmt. Das Ergebnis ist unglaublich! Ohne GPS oder einer Mobil­funkverbindung kann mir das iPad meinen exakten Ort angeben. Alles nur anhand der gesam­melten W-Lan Daten!

Hier der Screen­shot:

foto-1

Ich glaube, dass ich mit meinem iPhone wahrschein­lich selber dazu beige­tragen, dass meine Gegend hier perfekt kartiert ist. Mein iPhone mit GPS zeigt erstaunlicher Weise ein etwas unge­naueren Stan­dort an:

iphone

Apple setzt die Infor­ma­tionen außerdem ein, um stan­dortab­hängige Werbung für seine neue Werbe­plat­tform iAd verschicken zu können. Bedeutet das nun, dass ich immer orts­be­zo­gene Werbung bekomme?

Apple betont, dass die Daten anonym gesam­melt werden und die Daten keinen Rückschluss auf einen bestimmten User zuließen. Allerd­ings wurden diese Infor­ma­tionen darüber hinaus auch an Dritte weit­ergegeben.
Halten wir fest, neben Google und dem Kranken­haus reiht sich nun auch Apple in die Schlange der Datenkraken ein.

Ich frage mich bei dem ganzen Hick Hack, wozu brauche ich noch GPS? Wenn diese Angaben immer so genau sind wie bei mir, braucht man dann noch ein teures satelit­tengestütztes System? Auch in Hinblick auf das milliar­den­schwere europäische Satel­liten­nav­i­ga­tion­ssystem Galileo.

Schneidet sich Apple damit vielle­icht ins eigene Fleisch? Denn wer braucht dann noch die iPad Vari­ante mit 3G und GPS für immerhin 100 € extra? Die Orts­bes­tim­mung kann man wie gesehen mit großzügiger Hilfe der gesam­melten Daten prob­lemlos durchführen. Für die Inter­netverbindung kann ich einen mobilen HotSpot empfehlen, z.B. den Huawei E5, der natür­lich auch für andere Geräte nutzbar ist. Bis zu fünf Geräte können damit verbunden werden. Weit­erer Vorteil: die App Lade­grenze von 20 MB für den 3G Betrieb wird außer Kraft gesetzt.

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