iPhone 4 Release, wie, wo, wann, wie viel

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Die iPhone 4 Pressewelle in den vergangen Tagen war gewaltig und man konnte dieser nur schwerlich entkommen.

Apple und die Mobilfunk-Partner haben am Dienstag ganze 600.000 Vorbestellungen entgegen genommen – mehr als jemals zuvor für ein Apple-Produkt. Der große Ansturm sorgte für viele technische Probleme. Per Twitter ließ die Telekom vermelden, dass es Probleme mit der Internetseite aufgrund des großen Interesses gebe. Danach erklärte die Telekom, dass der Ansturm der Internetseite zehnmal so groß war, wie der zum Verkaufsstart des iPhone-3GS vor einem Jahr. Auch der Newsletter wurde 7 Stunden später als geplant verschickt, um die Server nicht weiter zu belasten. Der Ansturm hat dafür gesorgt, dass unter anderem in Deutschland, den USA und Großbritannien das iPhone 4 zunächst ausverkauft sein soll, wie MacRumors berichtet. Kunden, die jetzt noch ein iPhone 4 vorbestellen, müssen wohl bis Anfang Juli warten. Außerdem berichtet die Telekom per Twitter, dass das weiße iPhone nicht lieferbar ist und nicht feststeht wann es eintreffen wird. Da frage ich mich doch, warum schafft es Apple nie genügend Produkte vorzuproduzieren? Die wissen doch, wann ein Produkt – Release ansteht, denn sie planen ihnen selber! Dabei werden doch am Anfang immer nur bestimmte Länder beliefert. Es könnte natürlich auch eine künstlich herbeigeführte sein, um die Knappheit zu erhöhen, denn ein seltener Artikel ist auch ein begehrter Artikel. Die gleiche Strategie wurde auch schon beim iPad angewendet. Auch Monate nach dem Start ist das iPad immer noch rar. Das erklärt aber nicht warum das weiße iPhone überhaupt nicht lieferbar ist. Da muss doch in der Produktion etwas schief gelaufen sein. Welche Strategie sollte dahinter stecken, einfach ein Modell zu Start nicht anzubieten?

Auch Apple Deutschland selbst hatte eine unglückliche Figur gemacht, denn am Dienstag Morgen war das neue iPhone auch auf der Apple Homepage mit Pre- oder Postpaid Verträgen zu bestellen, alles ohne Preisangabe. Laut der Telekom wird es aber (vorerst) keinen Prepaid Tarif für das iPhone geben. Und eigentlich vertreibt Apple in Deutschland das iPhone nicht selber.

Nun ja, nehmen wir mal an, man “könnte” das iPhone bestellen, wo und zu welchem Preis kaufe ich es denn jetzt?

Bei der Telekom (Exklusiv-Partner) kann man das iPhone nur mit einem Vertrag und Simlock bekommen. Leider sind die Preise etwas happig.

Schlußendlich werden (mit einem iPhone 4 16 GB) zwischen 923,75 € und 2904,75 € fällig. Gerade in den günstigen Tarifen sind die zusätzlichen Minutenpreise und SMS Gebühren verdammt hoch und nicht marktüblich, so dass man richtig draufzahlt oder einen hohen Fixbetrag zahlen muss. Hinzu kommt, dass die Preise des Vorgängers 3GS unverschämt hoch sind. Von “verramschen” kann hier keine Rede sein. Der Preis-Unterschied ist meiner Meinung nach so gewählt, dass man eher noch ein paar Euros drauflegt, um ein iPhone 4 zu erhalten und die Telekom so mehr Umsatz macht. Auch wenn die Telekom das Ziel erreicht, sollte man jetzt vom Kauf eines 3GS bei der Telekom absehen.

Auch für junge Leute sind die Preise nicht besser.

Laut “fscklog” hat Vodafone einen Brief an seine Partneragenturen geschickt. Darin kündigt der Netzbetreiber an, in Zukunft auch das iPhone anzubieten. Ob sich das nur auf den Vertrieb des iPhone 3GS beschränkt ist noch nicht bekannt.

Die zweite Lösung ist ein iPhone ohne Simlock zu kaufen. Bei uns gibt es mittlerweile einige Unternehmen, die simlockfreie iPhones verkaufen (z.B 3Gstore, iphoneohnevertrag). Jedoch kosten die Geräte meist über 1000 €. In unseren Nachbarländern Italien, Frankreich, England, Belgien und Polen wird das iPhone 4 ohne Simlock verkauft werden. Wie wir bei uns schon bemerkt haben sind die Bestände kurz nach dem Release allerdings auch dort sehr klein. Natürlich wird daher nicht so gern an Ausländer verkauft, weil die Shops das iPhone lieber im Bundle mit einem Handyvertrag verkaufen. Laut Golem verlangt Apple in Frankreich 739 Euro für das iPhone 4 mit 32 GByte, in Großbritannien sind es 599 Pfund (circa 720 Euro). Noch nicht offiziell bekanntgegeben sind die Preise in Italien, Belgien, Spanien, Österreich und der Schweiz, da dort der Marktstart erst später erfolgt.

Die dritte Möglichkeit ist, bei ebay ein iPhone mit / ohne Simlock neu / gebraucht zu ersteigern (bald bestimmt auch das iPhone 4). Wenn man ein Simlock Gerät kauft, es aber mit einer anderen Simkarte betreiben möchte, kann man auf den Unlock des Dev-Teams warten. Momentan ist für das (noch) aktuelle iOS 3.1.3 noch kein Sim unlock möglich, dies sollte sich aber in den nächsten Wochen mit dem Erscheinen von iOS 4 ändern. Mittlerweile ist das iPhone 3GS schon ab 400 € bei ebay zu haben. Ich finde das iPhone 3GS völlig ausreichend. Klar, das neue Retina Display ist erstaunlich, die neue Kamera kann HD Filme aufnehmen und Video Chat. Aber das “alte” 3GS ist ein sehr ausgereiftes Modell mit allem, was man momentan braucht. Ich empfehle daher, kauft euch lieber ein 3GS mit oder ohne Simlock. Es spart euch Geld.

- UPDATE - Die vierte Möglichkeit ist die Nutzung von Borderlinx. Borderlinx ist ein Post-Weiterleitungsservice aus England – man kann sich dort eine virtuelle UK-Adresse erstellen und die dort ankommenden Pakete direkt nach Deutschland weiterleiten lassen. Borderlinx berechnet für den Service inkl. Porto ca. 30 €. Man registriert sich zuerst bei Borderlinx (dort als Land wahrheitsgemäß Deutschland angeben) und bestellt mit der virtuellen Adresse im Apple Store UK. Eine Kreditkarte ist zwingend erforderlich. Unterm Strich kostet das iPhone 4 16GB damit ca. 635 €, für die 32GB-Version werden ca. 755 € fällig.

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