Urlaubsbericht Barcelona XXL

7 Jahre alt von in Events Tags: , , , , , , , , ,

Am Montag um 11.30 Uhr begann unsere Reise nach Barcelona. Auf dem Weg nach Dortmund meinte der Schaffner einen Clown gefrühstückt zu haben. Er machte sich über mein Ausweisbild lustig. Nach dem problemlosen Check In stand der obligatorische Security Check auf dem Programm. Hier möchte ich erwähnen, dass das Personal sehr schweigsam war und keine Anweisungen gab, so dass man überhaupt nicht wußte, darf man durchgehen, bin ich gefährlich oder muss ich mich nackig machen. Ich stand nach dem Gang durch den Scanner wie bestellt und nicht abgeholt da und wußte nicht was ich tun sollte. Bis ich dann etwas unsanft darauf hingewiesen wurde doch Bitte mal weiter zu gehen. Nach dem ganzen Sicherheitsstress wurde erstmal eine amtliche 400 Gramm Zartbitter Toblerone für über 5 € gekauft. Nach dem Boarding musste ich feststellen, dass es nun im Zeitalter der Billigflieger keine Platzreservierungen, Zeitungen und Zeitschriften mehr gibt. So weit nicht schlimm, nur das nun jeder total verrückt im Flugzeug herumeiert wie im Zug und man während des Fluges nichts zu lesen hat. Ich bin zum ersten mal mit easyJet geflogen. Dabei habe ich mich stark gewundert, dass alle Instruktionen ausschließlich in englischer Sprache erfolgten und die Stewardessen nur Englisch verstanden. Außerdem wurden wir von einer Frau geflogen, das war eine Premiere für mich. Ich war es von Air Berlin und anderen gewöhnt kostenlos ein Getränk und einen Snack gereicht zu bekommen. Bei easyJet kostet eine Erfrischung hingegen 4 €, durchaus nicht billig. Also von Service kann man leider nicht mehr sprechen. Hauptsache, man kann sich eine PSP für 5 € ausleihen. Nur eine Toilettengebühr und einen „Dickenaufschlag“ wurde noch nicht verlangt. Gut, das ich mich im Duty Free Shop mit Leckereien eingedeckt hatte. Aber mal ehrlich, für Leute, die kein Englisch verstehen ist das schon sehr unangenehm, denn ohne fremde Hilfe versteht dich das Bordpersonal nicht.

Naja, nach knapp zwei Stunden Flug waren wir endlich am Ziel. Die nächste Premiere folgte am Kofferband. Üblicherweise taucht mein Koffer erst im letzten Drittel auf, aber diesmal war er tatsächlich in den Top Ten. Danach mit Koffer schnell zum Bus, wo ich auch direkt mit einem energischen „Vamos Vamos“ begrüßt wurde. Im Bus wurde direkt mein iPhone herausgeholt und das Navi angeschmissen. Ich wollte nämlich einen inoffiziellen Test machen zwischen TomTom und Navigon. Nach kurzer Zeit hatte ich auch eine stabile GPS Verbindung. Mit dem Bus an der Plaza de Catalunya angekommen, begann auch direkt der Navi Test. TomTom erkannte meine Residenzadresse sofort. Problem war nur, dass ich die Fußgängerfunktion auf Anhieb nicht finden konnte. Also zu Navigon gewechselt, hier musste ich den Straßennamen andersherum eingeben, konnte jedoch die spezielle Fußgängerroute problemlos auswählen. Unsere Route führte uns durch viele kleine Gassen, die GPS-Signalprobleme (bei beiden Apps) verursachten. Angekommen in der Carrer dels Carders mussten wir den Schlüssel im Laden gegenüber abholen; alles leider ohne jegliche Spanischkenntnisse.

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Aber eines wurde sofort klar, Spanier sind sehr freundlich und können im Gegensatz zu den Franzosen gutes Englisch. Dann haben wir die Wohnung gesucht. Man sollte in Spanien wissen, dass unser deutsches Erdgeschoss dort das erste Obergeschoss ist. Soweit so gut, nur haben wir nicht bedacht, dass auf jeder Etage 3 Wohnungen sind. Somit begann die Suche nach der richtigen Wohnung. Tor 1, 2 oder 3, das war hier die Frage. Eine Tür kam in die engere Auswahl, allerdings immer mit der Angst, dass eine spanische Mama mit einem Nudelholz aus der Tür sprang. War aber Gott sei Dank nicht der Fall. Jedoch wollte die auserwählte Tür nicht aufgehen. Einige Minuten haben wir den Schlüssel heftig hin und her gedreht und uns dann die Frage gestellt: Haben die Spanier das Schloss etwa falsch eingebaut? Und tatsächlich, die Tür läßt sich gegen unsere Intuition nach rechts öffnen bei einer Tür, die nach vorne Links aufgeht. Egal, wir waren drin. Sehr schöne Wohnung, die wir bewohnen durften. Die Schwester meiner Freundin hat eine Freundin, die in Barcelona wohnt und ihre Wohnung im Sommer Freunden zur Untermiete anbietet. Wir zahlten zu viert 400 € für eine Woche mitten in der Stadt. Netterweise hat sie uns auch kleine Hinweise über Einkaufsmöglichkeiten und Events aufgeschrieben.

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Da man in Spanien kein Leitungswasser trinken sollte, haben wir uns direkt auf den Weg zu „S Condis“ (unser Home Supermarkt für die kommende Woche) gemacht, um einen 8 l Kanister Wasser und Frühstücksutensilien zu kaufen. Dabei haben wir ein großes Schlagloch auf dem Bürgersteig entdeckt. Dieses wurde erst nach vier Tagen abgesperrt. In Spanien dauert alles eben ein wenig länger. Bei uns in Deutschland wäre das nicht möglich gewesen.

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Danach wollten wir unseren Kiez etwas erforschen und sind mit unseren iPhones auf die Straße gegangen. Leider gleiche Problematik wie zuvor, die kleinen Gassen machen eine GPS Navigation sehr abenteuerlich. Nach einigem Hin und Her wollten wir zu einem Hamburger Laden, der laut der Wohnungsbesitzerin als „spektakulär“ einzustufen ist. Leider ist das Finden eines Ladens nicht so einfach, wenn man den Namen nicht kennt und alles irgendwie gleich runtergekommen aussieht. Daher hatten wir auch keinen Erfolg und landeten in einer spanischen Tapasbar. Dort wurde uns direkt eine Eigenart der Spanier klar, die uns jeden Tag beschäftigen sollte. Zur Essenskarte wird nur die Weinkarte gereicht, andere Getränke können zwar bestellt werden, Preise bleiben aber unklar. Am ersten Abend wurde dann auch direkt eine Paella gegessen und dazu Sangria getrunken. Sehr lecker, aber halt auch teuer. Zum runden Abschluss des ersten Tages schraubte ich mir noch eine Crema Catalana rein und musste dann etwas voll gefressen auch direkt 26 € bezahlen. Danach waren alle satt und müde. Somit schnell nach Hause, um den zweiten Tag erholt starten zu können.

Tag 2 begann gemütlich um 10.00 Uhr mit einem spanischen Frühstück. Wer auswandern möchte und noch eine Geschäftsidee sucht: Brot in unserer Qualität ist sehr schwierig zu finden, wäre also der Renner. Somit hatten wir nur weiches Weißbrot. Heute stand Shopping bei Skunk Funk auf dem Programm. Es wurde also eine Route zu den drei Stores (Hauptladen, Accessoiresladen und Outlet) geplant, die zu Fuß gut zu bewältigen war. Nach den Erfahrungen des ersten Abends wurde zur Sicherheit noch ein altmodischer offline Stadtführer mit Karte eingesteckt. Aber wir mussten nur einmal rechts und dann eigentlich immer nur geradeaus, wie fast immer. Nach einem sehr heizen, aber durch die kleinen Gassen geschützten Spaziergang wurde das Ziel erreicht und hemmungslos geshoppt. Wir haben einige hundert Euro im Laden gegen Ware getauscht.
Hier unsere Einkäufe:

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Danach ging es quer durch die Stadt zum eigentlichen Main Store. Auf dem Weg dorthin wurden, wie in Spanien üblich, noch ein paar Tapas verzehrt. Unterwegs erkannten wir einen weiteren Unterschied zu Deutschland: In Spanien gibt es noch die guten alten Tante Emma Läden. Hier findet man keine Mega Stores, erstaunlicherwiese auch nicht von den großen Marken wie z. B. Nike. Die Auswahl an Läden ist wirklich sehr reichhaltig. Anders als bei uns spezialisieren sich die Läden auf ein bis maximal zwei Produktgruppen. Genau in dieses Schema passt auch das Skunk Funk Prinzip: Eher klein, die Accessoires und reduzierte Ware sind jeweils in extra Stores ausgegliedert. Ich finde diese kleine-Lädchen-Kultur sehr schön und viel persönlicher (besonders kommunikativer) als beim Discounter. Nach dem Triple Skunk Funk wurde noch ein wenig Sightseeing gemacht: Casa de La Ciutat, Presidencia de la Generalitat de Cataluna, Palau de la Generalitat de Cataluna, Avinguda de la Catedral usw. Durch den langen Spaziergang waren wir ziemlich kaputt und haben es nur noch bis zur Parroquia Sta Maria del Mar geschafft. Dort haben wir uns noch eine Pizza in Tapasgröße reingeschoben, natürlich zum Pizzanormalpreis, versteht sich. Hier haben wir auch direkt eine Erfahrung mit den berüchtigten Taschendieben gemacht. Ein älterer Herr mit einem Zettel (auf Spanisch) kam zu unserem Tisch. Da wir ihn nicht beachteten drehte er sich um und wollte weggehen. Da realisierte er wohl, dass eine Geldbörse auf unserem Tisch lag, da wir zahlen wollten. Er kam zurück und legte seinen großen Zettel auf die Geldbörse und nahm sie in die Hand, als wir sie ihm im letzten Moment noch entreißen konnten. Daraufhin verschwand der alte Mann sehr schnell im Getümmel. Nach diesem Schreck haben wir uns halb hungrig nach Hause geschleppt und hätten den Schlaf der Gerechten angetreten. Wäre da nicht die Eigenart der „Pöhler“ Abspritzer. Da es in der Innenstadt kaum Bäume gibt, aber umso mehr Hunde, müssen diese ihr Geschäft ja irgendwo verrichten. Und da werden die Poller schon mal des öfteren zweckentfremdet und hemmungslos bepinkelt. Das führt in Kombination mit der Wärme schnell zu unangenehmen Gerüchen, so dass zweimal täglich Leute im Einsatz sind, um die Poller abzuspritzen. Wie ökologisch sinnvoll das in einem Land mit knappen Wasserreserven ist, kann jeder selber beurteilen.

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Tag 3 begann gewohnt gemütlich um 10.00 Uhr mit einem Frühstück. Heute standen spanische Märkte auf dem Programm. Ersteinmal sind wir zu unserem Markt um die Ecke (Mercat de Santa Caterina) gegangen, um feine Ingridienz (Monsterfrühlingszwiebeln, leckere Oliven und eine 8,6kg Melone) für unser CousCous zu kaufen. Denn wir hatten beschlossen heute mal selber zu kochen. Nach dem Motto „nach dem Einkauf ist vor dem Einkauf“ machten wir uns auf den Weg zur Boqueria, größter Markt mit tollen Produkten.

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Hier ist es sehr eng und sehr viele Menschen versuchen tolle Produkte einzukaufen. Aber Achtung vor Taschendieben! Direkt neben dem Markt verläuft auch die berühmte LaRambla.

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Nach einigen Snacks, Nüsschen und Tapas mit Neonreis machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Sehr schöne Szenerie, leider aber auch sehr hot.

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Durch die kleinen Gassen bekommt man wenig direkte Sonne ab. Daher war uns die tatsächliche Hitze gar nicht bewusst. Nach 10 Minuten ging es dann noch auf den Passeig de Colom. Eine sehr schöne Palmenallee. Aber ohne Schatten war das kaum auszuhalten.

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Auf dem Rückweg noch ein paar dicke Trauben, „echtes“ Brot mit Kruste eingesammelt und ab nach Hause. Ganz gemütlich wurde am Abend selber gekocht. Dabei hörten wir zum wiederholten Mal den lauten Fernseher unserer Nachbarn: wir nannten sie liebevoll „Oma und Opa Spanien“. Nachmittags wurden Telenovelas, abends das Abendprogramm und das Spätprogramm quer durch die Nachbarschaft geträllert. Hier war der Fernseher nie aus. Beim nächtlichen Toilettengang kommt es auch schon mal vor, dass um 4 Uhr nachts einen leckeres Mahl zubereitet wird. Sind halt verrückte Leute, die Spanier.

Tag 4 begann wie immer gegen 10 Uhr mit einem Frühstück. Heute sollte der erste und einzige Tag mit durchwachsenem und regnerischem Wetter werden. Da bot sich die Gelegenheit einen großen Wandertag einzulegen, da die Hitze einen nicht direkt erdrücken konnte. Also haben uns gut gestärkt auf den 4,2 km langen Weg zum Parc Güell gemacht. Dabei mussten 400 Höhenmeter überwunden werden. Auf dem langen Marsch fielen uns wiederholt die vielen Aufkleber auf den Metall-Rolltoren, die hier jeder Laden nach Feierabend herunterlässt, auf.

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Nach kurzer Recherche stand fest, dass hier Schlosser bei Problemen ihre Dienste anbieten. Da diese Aufkleber überall auf den Toren kleben ist das bestimmt ein gutes Geschäft und zieht wohl Kunden an.
Angekommen am Parc war der Blick über Barcelona fantastisch.

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Endlich konnten wir die schöne Natur und den Lebensraum verschiedenster Tiere bewundern, da es in der Stadt kaum Bäume gibt. Leider ist in der Innenstadt alles betoniert.

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Danach mussten wir uns mit dem Blick nach oben so langsam auf den Rückweg machen, da die Regenwolken immer näher kamen. Wir beschlossen trotzdem noch einen Abstecher zur Sagrada Familia zu machen. Wer nicht dort war ist selber Schuld. Leider ist das Kunstwerk noch bis 2026 eine Baustelle (laut Planung).

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Nun mußten wir nochmal beim Skunk Funk Outlet vorbei schauen, da meine Miturlauber nach reiflicher Überlegung nochmals zuschlagen wollten. Dies erwies sich als guter Plan, denn so haben wir den kurzen starken Regen einfach weggeshoppt. Als wir den Laden nach einer Stunde verließen, war wieder strahlender Sonnenschein und der Boden fast abgetrocknet. Nur noch kleine Pfützen erinnerten an den Regen. Auf dem Rückweg stellten wir ebenfalls zum wiederholten Mal fest, dass die Spanier gerne Singvögel halten. Die kleinen Gassen bekommen so auch eine angenehme Urwald-Untermalung, da die Käfige auf den Balkonen stehen. Leider sind diese Käfige viel zu klein und werden erstaunlicherweise beim Spaziergang mit umhergetragen.

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Nach einem langen Marsch von 15,3 km waren wir endlich zu Hause. Ich habe das iPhone App Trails benutzt, um unsere Route aufzeichnen. Mein Fazit: Die vier Euro haben sich wirklich gelohnt. Das App zeichnet sogar die Wegstrecke ohne Datenverbindung auf und ergänzt die Karte bei nachträglicher Datenverbindung. Somit ist dieses App mein Tipp für Menschen, die wandern oder einfach nur wissen wollen wo sie waren, wie lang die Strecke war, wie lange sie unterwegs sind, wie viele Höhenmeter erklommen wurden und noch vieles mehr. Jedoch ist seit Veröffentlichung des iPhones der Akku ein sensibles Thema. Bei starker Benutzung von GPS Navigation und Tracking hält der Akku leider keinen ganzen Tag. Daher verließ uns die iPhone Navigation leider regelmäßig gegen Nachmittag. Hier werde ich mir für ähnliche Gelegenheiten in der Zukunft wohl einen Pocketauflader zulegen. Leider sind die Solarvarianten noch nicht markttauglich. Daher wird es wohl ein konventionelles Gerät.
Nach der erfolglosen Suche nach einer Tapasbar, die um 21.30 noch Essen anbietet landeten wir bei einer kleinen Pizzastube. Klar, es gab keine ganze Pizza, sondern nur Stücke. Wir sind ja auch im Tapasland. Aber zum Glück hatten wir auf dem Markt ja noch eine Wassermelone gekauft, die auch erstaunlich lecker war. Danach fielen wir mal wieder total kaputt ins Bett.

Am Tag 5 stand nach reichhaltigem Frühstück der naheliegende Parc de la Ciutadella auf dem Programm. Der Park ist auch sehr schön und bietet im Gegensatz zur restlichen Stadt Platz für Flora und Fauna.

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Nur merkten wir sehr schnell, dass es sehr heiß wurde und die Sonne extrem knallte. Nach diversen Pausen im Schatten beschlossen wir zu Hause lecker Pasta zu machen und Postkarten an die daheimgebliebenen Lieben zu schreiben. Auf dem Weg zurück haben wir eine weitere Eigenart kennengelernt. Beim Shopping der Postkarten liefen plötzlich die Ladenbesitzer wild umher und sprachen laut miteinander, bis plötzlich ein Alarm losging. Wir wußten überhaupt nicht was los war. Leider quatschten uns die Laden Muttis in total schnellem Spanisch zu, was die Spanier übrigens sehr gerne machen. Eine Passantin erbarmte sich dann und übersetzte. Die Laden Muttis waren in Aufregung, weil ein Taschendieb unterwegs war. Die Alarmklingel sollte ihn verjagen. Verrückte Idee, hat aber funktioniert. Wenn man schon eine exrta Taschendieb-Alarmklingel hat muss die Plage ja wirklich schlimm sein.
Durch die immense Hitze betrug unsere heutige Wegstrecke nur 2,83 km. Nach dem leckeren Essen mussten noch Briefmarken gekauft werden. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass Briefmarken in Tabacos Läden zu bekommen sind. Plötzlich entdeckte ich etwas, was wohl kein deutscher je erfahren sollte. Nach der Niederlage vor dem Hamburger Landgericht gegen You Tube bietet die Gema nun in Barcelona Nippes aller Art an, um ihre Künstler bezahlen zu können.

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Als Belohnung  für die heiße Einkaufstour wartete noch eine leckere Wassermelone auf uns. Dieser Tag war entspannt und zum Ausruhen. Nebenbei möchte ich auch mal die Müllsituation ansprechen. Wir haben drei Tage gebraucht, um (wahrscheinlich) alles zu begreifen. Spanien ist gerade um Umbruch und beginnt gerade die Mülltrennung. Daher wird Restmüll und Biomüll mit einem kleinen Elektroauto abgeholt (aber nicht regelmäßig), obwohl es auch Container für Flaschen, Pappe/Papier und Plastik gibt. In manchen Bezirken gibt es auch Biomülltonnen. Schön ist auch, dass die Mülltonnen hier ein „amtliches“ Kennzeichen besitzen.

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Am 6. Tag hatten wir einen lustigen Besuch am Morgen. Nach meinem Duschgang hörte ich die Klingel. Da aber der Postbote jeden Morgen klingelte, um an die innen liegenden Briefkästen zu kommen, dachte ich mir nichts dabei. Als aber jemand begann die Türe mit dem Schlüssel zu öffnen machte ich mich in Boxershorts bekleidet auf den Weg zur Tür. Da stand dann auch schon Rosemarie im Eingang. Und los ging die Show. Sie plauderte einfach drauf los und ich habe nichts verstanden. Okay, dass sie die Putzfrau ist und eigentlich drei Stunden putzen wollte habe ich nach einiger Zeit begriffen. Dann war aber schon Schluss mit comprende. Schnell habe ich mir mein iPhone geschnappt und das Wörterbuch App angeschmissen. Somit konnte ich ihr klar machen, dass wir Montag Nachmittag wieder weg sind. Allerdings dauerte das Gespräch ca. 15 Minuten. Nach diesem Schreck wurde gefrühstückt, eingekauft und Siesta gemacht. Spanien like haben wir uns um 16.00 Uhr auf den Weg in die Altstadt gemacht, um die letzte Shoppingtour zu starten. Natürlich konnten wir mal wieder nicht am Skunk Funk Laden vorbei gehen. Ich glaube wir vier haben insgesamt mehr als 700 Euro für Skunk Funk Klamotten ausgegeben. Als Tapas Snack haben wir uns eine vegetarische Falafel einverleibt. Ich möchte an dieser Stelle mal erwähnen, dass es immer heißer wurde und mittlerweile mehr als 33 Grad im Schatten gemessen wurden. Die Hitze bringt einen um. Meine Haut ist eh schon durch die Sonnencreme echt ekelig, zusätzlich habe ich durchgehend noch einen nassen Schweißfilm auf der Haut. Eigentlich müßte man jede Stunde duschen. Möchte aber nicht wissen wie die Haut nach einem Tag aussieht. Vorbei an schöner Street Art schleppten wir uns gerade noch nach Hause und schlürften wieder Melone.

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Am 7. Tag standen noch diverse Häuser Gaudis auf dem Programm. Wir krochen in der prallen Sonne zur Casa Batlló und Casa Milá.

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Es waren auf dem Weg wenig Touristen zu sehen, da die Geschäfte in Spanien wie bei uns auch am Sonntag geschlossen haben. Auffällig sind die vielen Parkplätze für Motorroller, da in Barcelona sehr viel Roller gefahren wird. Auf unserem weiteren Weg trafen wir wiederholt auf Straßenverkäufer, die nachgemachte Gucci und Channel Taschen und Fächer verkauften. Interessant war, dass sie immer eine Leine in der Hand hielten, womit sie sofort ihre Decke zum Ball formten konnten, wenn Gefahr durch Polizei drohte.

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Nach 4 km Wegstrecke waren wir wieder zu Hause und erholten uns von den heißen Strapazen.

Nun war also die Zeit für mein Navi Fazit gekommen. Nach einigen Anfangsproblemen waren die getesteten Programme TomTom und Navigon fast gleich auf. TomTom hatte dann doch eine Fußgänger Option, nur leider etwas versteckt. Ich hätte mir diese Option zentraler gewünscht und nicht im vierten Untermenü. Beide Apps hatten öfters Signalprobleme, was aber wohl an den schmalen, kleinen Gassen Barcelonas lag. Hier ist aber wichtig festzuhalten, dass der GPS Empfänger des iPhones wohl auch nicht der stärkste ist. Ansonsten empfand ich die Navigation mit Navigon etwas intuitiver und besser. Hier konnte man zum Beispiel nach dem Eingeben des Ziels immer drei verschiedene Routen wählen. Wer seine Reise-Route aufzeichnen möchte, dem kann ich nur das App Trails empfehlen.

Nach dem Essen wurden die Koffer und die letzte heiße Nacht in Angriff genommen.

Am 8. Tag stand der Abflug auf dem Programm. Die Wohnung wurde aufgeräumt, Müll und verderbliche Sachen wurden entsorgt und alles wieder zusammengerückt. Die Reise begann um 14 Uhr mit einem 20 Minuten Fußmarsch zur Plaza de Catalunya. Danach ging es mit dem Aerobus ca. 30 Minuten zum Flughafen. Hier verwunderte mich wie auf der Hinfahrt der unglaubliche Fahrpreis von 5,05 €. Wenn dieser Preis mal kein Wechselgeldmonstrum ist. Am Flughafen angekommen suchten wir das Terminal C, was anscheinend nur von EasyJet benutzt wird. Hin und her gelaufen, aber nur A und B gefunden. Dann sahen wir einen kleinen Aufsteller, der uns sagen sollte, dass wir wieder aus dem Terminal raus und außen herum gehen müssen. Daher ging es wieder raus in die Hitze und weitere 10 Minuten zu Fuß. Endlich angekommen direkt zum Check In und weiter zur Security Kontrolle. Hier hatte mal überhaupt keiner Lust zu arbeiten. Total gleichgültig wurden wir kontrolliert. Nach dem obligatorischen Kauf im Duty Free Shop konnte ich erleben, wie EasyJet Flugzeuge abfertigt. Es waren zwei Maschinen gleichzeitig angekommen. Während die Passagiere das Gate noch verließen, begann schon das Boarding. Hier wird keine Zeit verloren. Echt verwundert war ich allerdings, als ich beobachtete, dass das Flughafenpersonal die abgerissenen Flugtickets, nicht wie man meinen sollte, fein säuberlich abheftete, sondern stumpf in den Papiermüllcontainer stopfte. Das nenne ich mal spanischen Datenschutz. Muss das nicht aufgehoben werden?

Auf dem Flug wurden wie auf dem Hinflug keine Zeitungen/Zeitschriften, aber teure Getränke und Snacks angeboten. Nach einer harten Landung kamen wir dann um 19.30 Uhr in Dortmund an. Diesmal entschied sich mein Koffer, wie üblich, zu den Letzten zu gehören, so dass ich der Allerletzte war, der das Kofferband verließ. Jetzt noch schnell zum Bus und dann zum Bahnhof. Dort trafen wir dann auf eine etwas verwirrte Frau (ca. 45 Jahre alt) mit zwei Kindern (ca. 10 und 13 Jahre alt). Wir halfen der Frau Fahrkarten zu ziehen und den richtigen Zug zu wählen. War einfach, da sie auch nach Münster wollte. Der Zug war gerade losgefahren, da stand die Frau  total aufgelöst wieder an der Zugtür, da sie wohl einen Koffer am Bahnhof vergessen hatte. Sie stammelte nur, wie wichtig diese Tasche war. Sie tat mir leid.

Naja, um 21.22 Uhr endlich in Münster angekommen, ging es schnell nach Hause und sofort ins Bett. Und schon war eine Woche Urlaub vorbei. Aber auch hier gilt zum Glück, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.
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CEO & Founder (elschundfink), Blogger, Beobachter der digitalen Medienszene, Apfelfreund & Androidnutzer. Du findest mich auch auf Google+

  • Ich war letztes Jahr in Barcelona direkt am Wasser…Hammerstadt, top Wetter und total nette Leute. Echt zu empfehlen!