Technikkram Teil 3: iPad Gadgets

6 Jahre alt von in Test Berichte Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Da hat man nach langem Hin und Her nun endlich sein Wunsch-Gerät und ist trotzdem noch nicht vollends zufrieden. Man möchte sein ständigen Begleiter vor Gefahren schützen, besser bedienen können und auch von der Masse absetzen, heutzutage auch „customizen“ genannt. Daher präsentiere ich nun meine Highlights aus der schier unendlich scheinenden iPad Gadget-Industrie. Das Holzcover von Miniot, zwei iPad Stifte (just mobile und Hard Candy) und eine Folie für die iPad2- Rückseite von 123skins.de.

Cover

Den Anfang macht das Holzcover von Miniot. Am 9. April habe ich mich entschieden dieses formschöne Smartcover zu bestellen. Von der Idee Holz als Cover zu verwenden war ich sofort begeistert. Eine kleine Firma aus dem holländischen Schagen fertigt dieses Cover in Einzelfertigung (auch für das iPhone 4 erhältlich). Dabei kann man aus verschiedenen Holzarten wählen, die in zwei Preiskategorien unterteilt sind. Für 50 € bekommt man Padouk (meine Wahl), Eiche, dunkle Eiche, Walnuss, Ahorn oder Kirsche. Für 70 Euro kann man aus 6 verschiedenen Cover wählen, bei denen die verschiedenen Holzarten kombiniert werden. Echt toll ist die Möglichkeit einer kostenlosen Gravur. Namen (wie bei mir) sind dabei umsonst, Logos kosten leider extra.

Am Ende des Bestellvorgangs wurde mir dann angezeigt, dass ich noch 12 € Versandkosten zahlen muss. Un das war leider war noch nicht alles, auf diesen Betrag wurden die 19% Mehrwegsteuer noch addiert, so dass ich nun 73,78 € bezahlen musste. Aber das war mir egal, ich wollte dieses tolle „must have“ Cover haben. Mir wurde angezeigt, dass ich wahrscheinlich 3 Wochen plus Transport warten muss. Dies erschien mir natürlich lang, aber mal ehrlich, jedes Cover ist ein handgefertigtes Einzelstück. Nach erfolgreicher PayPal Zahlung habe ich ganze 9 Tage (18. April) auf die Auftragsbestätigung gewartet. Danach war wieder Funkstille. Ende April habe ich dann auf die Versandbestätigung per mail gewartet, wie mir versprochen wurde. Leider vergebens, am 3. Mai erhielt ich eine email. Dort wurde mir berichtet, dass bei Miniot zu viele Bestellungen eingegangen sind und mein Liefertermin leider auf den 3. Juni verschoben werden muss. Dies hat mich natürlich etwas verärgert, aber was sollte ich machen. Mir wurde mitgeteilt, dass ich bei Übergabe des Covers an FedEx eine Bestätigungs-email mit Trackingnummer erhalten werde. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir auch angeboten wurde, meine Bestellung wegen der Verspätung zu stornieren und ich mein Geld vollständig zurückbekommen würde. Aber das wollte ich nicht. Ab dem 3. Juni wartete ich also sehnsüchtig auf die Bestellbestätigung. Leider kam und kam nichts, daher besuchte ich nochmals die Website und musste feststellen, dass meine Bestellung erst am 14. Juni geliefert werden solle. Okay, eine weitere Verspätung, so langsam näheren wir uns einer 2 monatigen Wartezeit. Am 9. Juni war es dann endlich soweit, ich bekam die lang ersehnte email, dass mein Cover verschickt wurde und am 14. Juni ankommen wird. Am 14. Juni war es dann wirklich endlich soweit. Kleiner Makel, das Siegel des Pappumschlages war schon durchtrennt und die Pappe eingerissen.

Nun aber zum Cover selbst. Wie beim Smartcover sind hier Magneten eingebaut, um das Cover am iPad einfach zu befestigen. Einen Unterschied gibt es, beim Miniot Cover sind die Magneten im Holz verbaut, bei Apple liegen sie außen an einer Leiste. Dies hat (wie alles im Leben) Vor- wie auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass man nur das schöne Holzcover sieht, das wie Zauberhand an dem iPad klebt. Der Nachteil ist, dass beim Einrollen des Covers zum Stand es leider nicht haften bleibt und abgeht. Die Passform an den Rändern ist bei mir perfekt, obwohl darauf hingewiesen wurde, dass die Ränder nicht immer optimal passen, da Holz nun mal „arbeitet“ (der Händler benennt +- 0,07 mm für möglich). Die Kanten sind sauber abgerundet. Das Holz ist gut verarbeitet und hält die hohen Ansprüche (keine Äste). Die Innenseite des Covers ist mit einem Mikrofasertuch bezogen, um den Bildschirm optimal zu schützen. Das Display wird im Gegensatz zum Apple Smartcover nicht verschmiert. Das Holzcover kann aber noch mehr, denn es hat ebenso wie das Smartcover die Funktion dem iPad verschiedenste Positionen zu ermöglichen. Hier sind wie beim Original der Schreib- und Videomodus (Hochkant wie Querformat) möglich. Zugegeben, der Stand ist manchmal ein wenig wackelig (denkt man), umgefallen ist es aber noch nicht. Das automatische Aufwachen des iPads funktioniert ebenso so gut, wie beim Smartcover.
[nggallery id=9] [yellow_box]Fazit: Das Miniot iPad2 Cover ist eine spitzen Idee und qualitativ gut umgesetzt. Es schützt den Bildschirm vor Kratzern und Beschmutzung. Das Mikrofaserinnenteil reinigt die Oberfläche nicht wirklich, hinterlässt aber auch keine Schmutzstreifen, wie beim Apple Smartcover. Auch das automatische Aufwachen funktioniert einwandfrei. Somit vereinigt das Miniot-Cover alle Eigenschaften des Smartcovers von Apple. Leider war die Wartezeit mit 2 Monaten viel zu lang, die Kommunikation trotz einiger Nachfragen sehr dürftig und nicht aussagekräftig und der Pappkarton beschädigt (Siegel und Seitenränder eingerissen). Alles im Allem aber ein tolles Gadget! Klare Kaufempfehlung! [/yellow_box]

iPad Stylus:

Ich möchte mit einigen allgemeinen Worten zu Eingabegeräten für das iPad beginnen. Kapazitive Touchscreens lassen sich normalerweise problemlos mit den bloßen Fingern bedienen. Zunächst ein Vorteil, da man den Finger immer dabei hat. Reaktionsschnell und kinderleicht navigiert der Anwender so sein iPhone/iPad. Jedoch gibt es einige, die dennoch einen Stift benutzen möchten, sei es weil sie Zeichnungen oder Notizen anfertigen möchten. Bisherige Eingabestifte lassen sich aber leider nicht verwenden, da sie mit Druck arbeiten. Daher gibt es spezielle Eingabestifte für eben diese kapazitiven Touchscreens. Der Anwender muss sich allerdings auf ein paar Eigenheiten einstellen: Die Stiftspitze ist meist sehr dick (Fingerkuppe), Drucksensitivität schwankt, je nach Winkel und sonderlich präzise sind sie auch nicht. Objektiv betrachtet also keine echte Alternative zu Grafiktablets. Der Umgang mit dem Stift erfordert ein wenig Übung.
Ich möchte nun den just mobile AluPen und Hard Candy vorstellen.
Ich habe mich für den just mobile AluPen entschieden, da mir die Buntstiftoptik sofort zusagte und mich an meine Kindheit erinnert hat. Die schöne Optik hat für Besitzer kleiner Hände leider große Nachteile, da das Schreibgefühl stark nachlässt. Da ich eher große Hände habe, habe ich dieses Problem nicht. Die Spitze ist aus Gummi und sehr drucksensitiv (soweit das bei kapazitiven Stiften überhaupt möglich ist). Die Bedienung erfordert etwas Übung, was aber nicht speziell an diesem Stift liegt, da die iPad-Eingabe mit Stift anfangs nicht intuitiv ist. Der Stift ist sehr gut verarbeitet und hält was die Produktfotos versprechen. Schön ist, dass im Lieferumfang noch eine Schutzhülle beigelegt ist. Dies ist wichtig, da die Gummispitze sich durchaus abnutzen kann und dann unbrauchbar wird. Daher sollten dieser Stifte vor externer Abnutzung außerhalb des iPad-Gebrauchs geschützt werden. Da dieses Design eher einem Buntstift ähnelt, finde ich es auch nicht so schlimm, dass hier kein obligatorischer Clip, wie bei Kugelschreibern vorhanden ist. Mit ca. 20 Euro ist dieser Stift in der Mittelklasse angesiedelt, ist sein Geld aber durchaus wert.
Der Hard Candy vereinigt die online mit der offline Welt. Auf der einen Seite eine normale Kugelschreibermine und auf der anderen Seite eine Gummispitze für kapazitive Displays. Beides ist durch eine Schutzkappe geschützt, was positiv zu erwähnen ist. Der Stift liegt ebenfalls gut in der Hand und ist gut verarbeitet. Das Schreiben ist komfortabel und die Drucksensitivität ist just mobile nahezu vergleichbar. Leider sucht man auch hier nach dem obligatorischen Kugelschreiberclip vergebens. Die Optik ist anders als beim just mobile, aber nicht weniger schön. Mir gefällt dieser Style ebenfalls sehr gut. Mit ca. 30 Euro ist dieser Stift allerdings teurer als der just mobile. Dabei sollte man aber bedenken, dass man hier noch einen nachfüllbaren Kugelschreiber für offline Notizen dazubekommt.
[nggallery id=7] [yellow_box]Fazit: Wenn man sich für einen Stift fürs iPad entscheidet muss man sich bewußt sein, dass dies ein wenig Übung voraussetzt, bevor man diesen optimal einsetzen kann. Für Grafiker oder Zeichner ist dies natürlich ein „must have“. Ich habe gemerkt, dass eine Gummispitze eine wichtiges Feature ist. Günstigere Stift haben teilweise andere Spitzen. Ansonsten steht der individuelle Geschmack im Vordergrund, wie dick darf der Stift sein, welche Optik ist erwünscht, muss ein Clip vorhanden sein. Alles Fragen, die nur der Nutzer entscheiden kann. Ich selber tendiere zum just mobile, da mir die Optik extrem gut gefällt und ich mit dem dicken Stift gut zurecht komme.[/yellow_box]

iPad2 Folie

Da ich mir ein Cover für die Vorderseite bestellt habe, wollte ich nun die edle Alu-Rückseite vor Kratzen schützen. Daher habe ich mich für Folien von 123skins.de entschieden. Als erstes muss man ein Gerät aus einem wirklich großen Fundus aus Notebooks, Tablets bis zu Handy auswählen. Alle Folien werden direkt passgenau an das Gerät angepasst und vorgeschnitten. Die Motivmöglichkeiten sind schier unendlich groß. Es gibt viele schöne Motive zur Auswahl. Ich wollte allerdings eine einmalige Folie haben, so dass ich die Möglichkeit eines eigenen Design gewählt habe und mein Foto hochladen konnte. Danach wählt man noch die Größe und Position des Fotos auf dem Gerät und ist fertig. Zugeben, die Website ist etwas überladen und nicht wirklich optimal für den Leser/Kunden aufgebaut. Zu meiner Freude stellte ich fest, dass ich auch noch eine Folie für die Vorderseitenränder im Preis inbegriffen waren. Für 19,99 € plus Versandkosten (3,90€) bestellte ich nun die Folie. Mein Tipp, es sind immer Rabattcodes im Umlauf, ich selber habe durch kurzes Googeln 10% gespart. 2 Tage später wurde die Folie schon geliefert. Nette Verpackung, mit guter, anschaulicher Anweisung für die richtige Anwendung. Wichtig, das iPad sollte vorher geeinigt werden, damit kein Fett oder Schmutz auf dem Gerät ist. Die Folie wird also abgezogen und auf das iPad gelegt. Ein Vorteil ist, dass die Folie nicht sofort festklebt. Und das wäre auch schlecht, denn ich musste einige Male neu ansetzen, um die perfekte Position zu finden. Ebenfalls gut ist die Dicke der Folie, hier wird keine extrem dünne Folie benutzt, die schnell reißt. Bei mir hat der Vorgang ca. 10 Minuten gedauert. Wenn die Folie am Bestimmungsort liegt, drückt man einfach die Luftbasen nach Außen heraus. Leider sind die Aussparungen für die Anschlüsse sehr genau ausgeschnitten, so dass keine kleinen Fehler erlaubt sind. Das kleine Mikrofonloch am oberen Rand liegt bei mir leider ein wenig unter der Folie, da hätte ich mir eine größere Aussparung gewünscht.
[nggallery id=8] [yellow_box]Fazit: Für ca. 20 Euro plus Versandkosten erhält man zwei iPad2 Folien (eine für die Rückseite und eine für die Vorderseite, Achtung keine Bildschirmschutzfolie), die passgenau zugeschnitten sind. Hierbei muss man allerdings sehr genau arbeiten, damit alle Aussparungen auch perfekt passen. Dazu sollte man sich min. 10 Minuten Zeit nehmen ohne zu hetzen. Die Folienqualität ist gut, so dass das Aufbringen mit Ruhe kein Problem sein sollte.[/yellow_box]

CEO & Founder (elschundfink), Blogger, Beobachter der digitalen Medienszene, Apfelfreund & Androidnutzer. Du findest mich auch auf Google+